Mondsee Radmarathon 2019

Am 30. Juni stand für mich zum dritten Mal der Mondsee Radmarathon (Strecke C, 75 km) am Programm. Die bestens organisierte Veranstaltung im wunderschönen Seengebiet war auch heuer wieder beinahe komplett ausgebucht. Im Gegensatz zum Vorjahr spielte diesmal auch das Wetter mit. Bei strahlendem Sonnenschein nahm ich um 7:45 gemeinsam mit ca. 500 Mitstreitern die „kurze“ Strecke in Angriff. Davor waren bereits die Teilnehmer der 200er und 140er – Strecke sowie die Handbiker in den Marathon gestartet.

Traditionellerweise sollte auch heuer vor allem der Anstieg auf die Scharflinger Höhe die größte Schwierigkeit auf dem ansonsten sehr flachen Kurs darstellen und entscheidend für den weiteren Verlauf sein. Wie schon im Vorjahr konnte ich den Anstieg im Vorderfeld absolvieren (ziemlich auf Anschlag, aber letztendlich schnell genug)  und in der Folge gut in einer großen Gruppe bei hohem Tempo mitfahren. Zwischendurch wurde zwar – vor allem auf den wenigen verbliebenen, kleineren Anstiegen – immer wieder ein bisschen attackiert, aber ich konnte insgesamt ohne ernsthafte Probleme mithalten.

Kurz nach der Hälfte des Kurses setzten sich 2 Fahrer aus dem Feld ab, die letztendlich mit ca. 1,5 Minuten Vorsprung die Ziellinie überquerten und den Sieg im Zielsprint ausfuhren. Im großen Verfolgerfeld wurde es, je näher es in Richtung Ziel ging, immer hektischer – und leider auch gefährlicher. Auf dem vorletzten Anstieg dann leider knapp hinter mir der erste Crash bei dem es einen befreundeten Radler erwischte – zwar gottseidank „nur“ ein paar Abschürfungen an Ellenbogen und Knie sowie ein zerstörtes Schaltwerk, aber für ihn ging´s nicht weiter. Den allerletzten Anstieg ca. 5 km vor dem Ziel konnte ich zusammen mit dem Verfolgerfeld recht zügig bewältigen und nach einer kurzen Abfahrt gings flach zurück ins Ziel nach Mondsee.

Kurz vor dem Ziel – ca. 1,5 km – resultierte das hektische Treiben mit Positionskämpfen, Gedrängel und knappen Begegnungen mit PKW-Gegenverkehr im Vorderfeld der Gruppe in einem heftigen Massensturz: Fahrer überschlugen sich, Fahrradteile und Fahrräder ebenso, Schläuche platzten….totales Chaos!

Ich konnte mit Müh und Not sowie einer gehörigen Portion Glück ausweichen und über Randstein/Gehweg springend irgendwie einen Sturz vermeiden. Der Kontakt mit dem Randstein hatte zwar meinen Lenker um ein paar Zentimeter nach unten gedreht, aber sonst war – im Gegensatz zum Radmarathon am Neusiedlersee im April – zumindest bei mir alles heil geblieben und ich konnte zusammen mit einem weiteren Teilnehmer kurz hinter dem verbliebenen Verfolgerfeld mit einer Zeit von 1:53:03 als 27. ins Ziel rollen.

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https://www.racetime.pro/entryservice/resultupload/de/event/22/competition/96/results

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