Salzkammergut Trophy – 14.07.2018

Frei nach dem Motto „öfter mal was Neues“ wollte ich mich heuer auch mal an einem Mountainbike-Bewerb versuchen. Die E-Distanz mit 53,5 km / 1543 hm bei der Salzkammergut Trophy erschien mir trotz mehr oder weniger „keinerlei“ Erfahrung am Mountainbike als machbar. Mit einer gewissen Portion Respekt vor den Trails und ohne jegliches Gefühl dafür was mich erwarten sollte, ging es um Punkt 11 Uhr bei äußerst warmen Temperaturen gemeinsam mit knapp 1000 Startern (darunter auch noch 2 weitere RC Wiesinger Mitglieder – Martin Berger & Franz Dobetsberger) auf die Strecke.

Gemäß Streckenbeschreibung sollten die ersten knapp 10 km kaum Anforderungen an die Fahrtechnik stellen – daher war mein Plan, hier erstmal Gas zu geben und später dann die für mich „schwierigen“ Abschnitte vorsichtig anzugehen. Im Nachhinein betrachtet bin ich es für meine Verhältnisse wohl eine Spur zu schnell angegangen bzw. hatte ich erwartet, dass ich mich bei den Bergab-Passagen doch etwas erholen könnte. Falsch gedacht: ohne die entsprechende Technik/Erfahrung und Mut sind die Abfahrten & Trails alles Andere als erholsam. Ich musste bei den Trails zwischendurch immer wieder absteigen oder auch auf den Schotterabfahrten Tempo rausnehmen um nicht zu stürzen. Zu allem Unglück verlor ich auf einer Schotterabfahrt durch die Schläge auch noch meine Trinkflasche, die ich dann erstmal wieder zu Fuß einsammeln musste. Ich weiß gar nicht, wieviele Fahrer mich bergab überholt haben – aber es waren doch so einige….

Auch wenn ich ab der Hälfte der Strecke einen guten Rhythmus (zumindest bergauf) gefunden hatte und bis zur Hütteneckalm wieder einige der Fahrer, die mich zuvor überholt hatten wieder zurücküberholen konnte, war ich schon ziemlich auf Anschlag. Am höchsten Punkt angekommen gings erstmal ein Stück auf Schotter bergab und dann den „längsten Trail“ der E-Strecke – die ewige Wand – hinunter. Auch hier wurde ich wieder von unzähligen Fahrern überholt. Zudem sollte es sich rächen, dass ich wegen der hohen Temperaturen zwischenzeitlich meine Radhandschuhe ausgezogen hatte. Aufgrund der vielen Schläge ist die kleine Polsterung an den Handballen durchaus hilfreich – nach einer kurzen Pause im Trail bei der ich die Handschuhe wieder übergestreift hatte gings dann mehr oder weniger schnell den Rest zumindest sturzfrei hinunter.

Unten angekommen sollten die letzten Kilometer dann kein Problem mehr darstellen – kurzzeitig konnte ich sogar mit einem zweiten Fahrer ein bisschen „kreiseln“ und Tempo machen. Bei den letzten „Mini-Trail-Passagen“ musste ich leider erneut absteigen und schieben was mich bis ins Ziel wieder zum Einzelkämpfer degradierte. Nach 3:19:39 fuhr ich dann endlich als 191. über die Ziellinie – fürs erste Mal wars dann wohl doch ganz OK, obwohl ich im Vorfeld schon ein wenig gehofft hatte dass ich es in 3h schaffe. In jedem Fall war es äußerst lehrreich und ich ziehe meinen Hut vor allen Mountainbikern, die´s auch wirklich können – ganz besonders aber vor den Startern auf den längeren und schwierigeren Distanzen (hier haben wir ja auch beim RC Wiesinger einige Granaten).

Die Veranstaltung selbst war absolut perfekt organisiert, was angesichts der knapp 5000 Starter insgesamt durchaus keine Selbstverständlichkeit darstellt….ob sie mich nocheinmal wiedersieht weiß ich nicht – irgendwie fühle ich mich auf dem Rennrad doch deutlich wohler, aber mit etwas Abstand und entsprechendem Techniktraining wäre die 3h-Marke anzugehen irgendwie schon auch wieder reizvoll….

Strava-Link

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.