St. Pölten Radmarathon

Der zweite Radmarathon des Jahres führte mich diesmal in die Landeshauptstadt Niederösterreichs. Gemeinsam mit Gerald Maier aus Waizenkirchen und einem Bekannten aus meinem Arbeitsumfeld nahmen wir die Classic – Strecke mit 80 km und 1110 hm in Angriff. Auch dieser Radmarathon war perfekt organisiert und die Möglichkeit, als Teilnehmer direkt unter dem Start/Zielbereich in der Landhaus-Parkgarage kostenlos parken zu können sucht ihresgleichen.

Nach der Startnummernabholung und einem kurzen Einfahren reihten wir uns auch diesmal relativ weit vorne im Starterfeld ein, um vor Allem die Kilometer bis zum ersten, größeren Anstieg im Feld absolvieren zu können. Bei großer Hitze und relativ viel Wind sollten die Kräfte erstmal entsprechend eingeteilt werden – zumal der Plan, es im Vergleich zum letzten Radmarathon etwas vernünftiger anzugehen und auch noch ein paar Körner am Schluss zu haben, tatsächlich umgesetzt werden sollte.

Bis zum ersten Anstieg konnten wir im Hauptfeld gut mitschwimmen – als jedoch dann beim ersten leichten Anstieg das Feld auseinandergerissen wurde, galt es zu entscheiden: „dranbleiben oder rausnehmen und das eigene Tempo gehen“? Ich entschied mich nach einem kurzen Aufflackern der Unvernunft für Letzteres und ließ gemeinsam mit meinem Bekannten das Vorderfeld zusammen mit Gerald Maier abrauschen.

Die ersten beiden Anstiege konnten trotz der großen Hitze relativ kräfteschonend bewältigt werden –  nach Erreichen des höchsten Punkts des Marathons ging es in eine rasante Abfahrt und ca. 15 km weiter flach bzw. leicht abschüssig bis zum zweiten Anstieg des Tages. Kurz nach der Abfahrt gesellte sich ein weiterer Teilnehmer zu mir und meinem Bekannten. Zu dritt drückten wir dann im Flachstück abwechselnd recht ordentlich auf die Tube und erreichten, auch begünstigt durch Rückenwind, relativ schnell den letzten Anstieg.

Oben angelangt waren wir dann erstmal wieder nur zu Zweit, da der Dritte im Bunde zwar im Flachen superschnell war, aber am Berg nicht ganz mithalten konnte. Nach einer kurzen Abkühlung bei einer Labestation ging es von nun an die restlichen 20 km mehr oder weniger nur noch flach mit einem kleinen „Schupfer“ weiter bis ins Ziel. Da ich mir meine Kräfte diesmal recht gut eingeteilt hatte, waren nun noch genug Körner auf meiner Seite vorhanden. Leider nur bei mir, und beim Rest der 4-köpfigen Gruppe die sich nach dem letzten Berg gebildet hatte nicht mehr so recht. Aus diesem Grund fuhr ich den größten Teil der Strecke bis ins Ziel nun mehr oder weniger allein vorne im Wind.

Zwei unserer Mitstreiter konnten kurz vorm Ziel nicht mehr ganz mitgehen – somit überquerten mein Bekannter und ich nach 2:21:39 (Platz 74 und 75) mit ca. 16 Minuten Rückstand auf den Schnellsten beinahe zeitgleich die Ziellinie. Kollege Maier war circa 5 Minuten schneller und landete auf dem starken 51. Platz. Im Endeffekt wäre es auf meiner Seite wohl durchaus ein wenig schneller gegangen, aber ich wollte keinesfalls (wie zuletzt beim Neusiedlersee Radmarathon) zum Schluss vom Hammer erschlagen werden.sportshot-de_A10I9989_L (max. 3000px)

Strava – Radmarathon St. Pölten

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